Begriffs-Definitionen

Dieser Bereich ist im Aufbau und in Kürze verfügbar. Bitte haben Sie etwas Geduld.

Hier finden Sie Definitionen und Erläuterungen zu Begriffen, die wir in unseren Artikeln immer wieder verwenden.

Sofern der Begriff eine Aufgabe beschreibt, wird zusätzlich erklärt, wie die Aufgabe erledigt werden und worauf geachtet werden soll.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Trainingsgrundlage: Wie Pferde ‚ticken‘

Wer nicht führen kann, muss folgen ! Kann oder will der Mensch dem Pferd diese Führung nicht geben, muss das Pferd die Führung übernehmen; so schreiben es die Regeln in der Pferdeherde vor. Sobald das Pferd führt, muss der Mensch folgen; auch das ist eine Konsequenz der Regeln in der Pferdeherde.

Wer führt, fordert Folgsamkeit vom anderen ! Als Führender erwartet das Pferd, dass sich der Mensch wie ein rangniedrigeres Herdenmitglied verhält – und setzt dies nötigenfalls mit massivem Körpereinsatz durch. Diese Durchsetzungsbereitschaft missverstehen viele Menschen als Widersatz oder aggressives Verhalten; tatsächlich ist es artgerechtes Pferdeverhalten.

Wer mit Pferden umgeht, muss die Pferderegeln akzeptieren und danach handeln ! Menschen, welche die Pferderegeln nicht akzeptieren können oder wollen, setzen sich vermeidbaren Gefahren und aus und werden nie ein folgsames, gelassenes und zuverlässiges Pferd haben.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Trainingsmethodik

Allgemeine Trainings-Empfehlungen

Die Problem-Situation wird in viele kleine Lernschritte zerlegt, die einzeln trainiert werden. Die kleinen Lernschritte werden zu Lernschritt-Folgen zusammengesetzt. Am Ende werden alle Lernschritt-Folgen zu einem zusammenhängenden Ablauf verbunden (Problempferde – Lösen Sie Probleme mit Kommunikation).

Die Trainingseinheiten dauern nur wenige Minuten. Ihr Pferd soll die gute Erfahrung machen, dass die ‚unangenehme‘ Situation nie lange andauert. Und dass es durch gute Mitarbeit die Trainingseinheiten sogar verkürzen kann.

Die Trainingseinheiten bestehen aus zielgerichteten, kleinen Lernschritten und vielen Wiederholungen. Dadurch zeigen Sie Ihrem Pferd einen Weg, mit seiner Situation besser klar zu kommen.

Sie trainieren auf zwei Arten: Neue Lernschritte in sehr kurzen Abschnitten. Ältere Lernschritte und zusammenhängende Folgen von Lernschritten in zunehmend längeren Abschnitten.

Einen neuen Lernschritt beginnen Sie erst, wenn die vorherigen Lernschritte gefestigt und akzeptiert sind. Das überprüfen Sie mit dem 3×3-System: In 3 aufeinanderfolgenden Trainingseinheiten sollen jeweils 3 Durchläufe OHNE Zögern und OHNE Rückschlag (Widersatz) durchlaufen werden. Diesen Erfolg werten Sie als bestandene Abschlussprüfung für den neuesten Lernschritt.

Leckerli (gesunde Apfelstückchen, Möhrenstückchen, etc.) und Futter dienen nicht als Belohnung! Sie werden eingesetzt, um Ihr Pferd zum Kauen zu bringen. Denn wer kaut, kann nicht gleichzeitig vor Verspannung die Zähne aufeinanderbeißen.

Ihrem Pferd eine attraktive Alternative anzubieten: Es muss sich dadurch immer wieder entscheiden, sein bisheriges Verhalten beizubehalten oder ein neues – von Ihnen gewünschtes – Verhalten zu wählen.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Anlauf

Definition: Beim Anlauf wird trainiert, eine neue / ungewohnte  Aufgabe zu erledigen.

Erläuterungen:

  • Vorrangig ist, dass die Aufgabe erledigt wird.
  • Nachrangig ist, wie die Aufgabe erledigt wird.
  • Innere Haltung des Menschen:
    • Falsch = Mal sehen, was geht.
    • Richtig = Wir haben diese Aufgabe noch nie erledigt, aber wir strengen uns beide an, es zu schaffen.
  • Der Anlauf gehört methodisch zur  Lernphase.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Aufgabe

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Durchlauf

Definition: Beim Durchlauf wird trainiert, eine erlernte  Aufgabe zu erledigen.

Erläuterungen: 

  • Der Durchlauf gehört methodisch zur  Stabilisierungsphase.
  • Zu einem korrekten Durchlauf gehören:
    • Bewusstsein, ob Mensch und Pferd körperlich, geistig und emotional fit sind, die Aufgabe zu erledigen.
    • Klarheit, was genau gemacht werden soll.
    • Entschlossenheit, die Aufgabe erfolgreich zu erledigen.
    • Ein Alternativ-Plan, was bei Misserfolg sofort zu tun ist.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Lernphase

Definition: In der Lernphase wird trainiert, eine neue / ungewohnte  Aufgabe zu erledigen. Das Pferd soll verstehen, was es tun oder lassen soll.

Erläuterungen:

  • Das geschieht sanft und kreativ, in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre.
  • Druck in der Lernphase ist methodisch sinnlos. Wenn das Pferd nicht versteht, was es tun oder lassen soll, führt Druck nur zu Flucht, aktivem Widersatz oder passivem Widerstand.
  • Vorrangig ist, dass die Aufgabe erledigt wird.
  • Nachrangig ist, wie die Aufgabe erledigt wird.
  • Innere Haltung des Menschen:
    • Falsch = Mal sehen, was geht.
    • Richtig = Wir haben diese Aufgabe noch nie erledigt, aber wir strengen uns beide an, es zu schaffen.
  • Erfolglose Versuche werden weder kommentiert noch  getadelt. Klappt auch der zweite Versuch nicht, muss der Mensch neu überlegen, wie er dem Pferd die Aufgabe besser erklären könnte.
  • Bewährt ist, eine Aufgabe in Teil-Aufgaben zu zerlegen und jede Teilaufgabe für sich zu trainieren. Danach werden Teil-Aufgaben in Gruppen zusammengefasst und trainiert. Schließlich werden die Teil-Aufgaben-Gruppen zur gesamten Aufgabe verbunden.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Pausen

Definition: Kurzpausen (10-30 sec) werden nach erfolgreichen Versuchen eingebaut. gelungenen Lernschritten und Lernschritt-Folgen sind Kurz-Pausen sehr wichtig.

Erläuterungen:

  • Sie dienen gleichzeitig als Lob, Bestätigung für gutes Verhalten und der zwischenzeitlichen körperlichen, geistigen und emotionalen Entspannung bei P und M.

Langpausen (ab 10 min aufwärts) zur Nachverarbeitung

=== Lang-Pause von 10 min – mehrere Stunden ===

Nach 3 aufeinanderfolgend gelungenen Durchläufen eines Lernschrittes oder einer Lernschritt-Folge wird eine Lang-Pause eingeschoben.

Sie dient ähnlich wie die Kurz-Pause als Lob, Bestätigung für gutes Verhalten und der körperlichen, geistigen und emotionalen Entspannung bei P und M.

Sie kann als grasen oder in der Box ausruhen gestaltet werden. Wichtig ist nur, Abstand (räumlich und emotional) von dem „gemeinsamen Problem“ (etwas Neues lernen, schlechtes Verhalten abstellen, etc.) zu gewinnen.

Definition: In der Lernphase wird trainiert, eine neue / ungewohnte  Aufgabe zu erledigen. Das Pferd soll verstehen, was es tun oder lassen soll.

Erläuterungen:

  • Das geschieht sanft und kreativ, in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre.
  • Druck in der Lernphase ist methodisch sinnlos. Wenn das Pferd nicht versteht, was es tun oder lassen soll, führt Druck nur zu Flucht, aktivem Widersatz oder passivem Widerstand.
  • Vorrangig ist, dass die Aufgabe erledigt wird.
  • Nachrangig ist, wie die Aufgabe erledigt wird.
  • Innere Haltung des Menschen:
    • Falsch = Mal sehen, was geht.
    • Richtig = Wir haben diese Aufgabe noch nie erledigt, aber wir strengen uns beide an, es zu schaffen.
  • Erfolglose Versuche werden weder kommentiert noch  getadelt. Klappt auch der zweite Versuch nicht, muss der Mensch neu überlegen, wie er dem Pferd die Aufgabe besser erklären könnte.
  • Bewährt ist, eine Aufgabe in Teil-Aufgaben zu zerlegen und jede Teilaufgabe für sich zu trainieren. Danach werden Teil-Aufgaben in Gruppen zusammengefasst und trainiert. Schließlich werden die Teil-Aufgaben-Gruppen zur gesamten Aufgabe verbunden.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Stabilisierungsphase

Definition: In der Stabilisierungsphase wird mittels Wiederholungen trainiert, eine gelernte  Aufgabe zuverlässig, flüssig und gelassen zu erledigen.

Erläuterungen:

  • Das Pferd soll die Aufgabe zuverlässig, ohne nachzufragen, flüssig und dennoch gelassen erledigen.
  • Die korrekte Erledigung wird ggf. mit Nachdruck gefordert, weil das Pferd die Aufgabe aus der  Lernphase kennt.
  • Bei Misserfolg oder Verweigerung muss der Mensch dennoch zunächst nach deren Ursachen suchen:
    • Liegt es an einer unzureichenden Lernphase?
    • Liegt es an anderen Umgebungsbedingungen als in der Lernphase?
    • Liegt es an mangelnder Menschen- oder Pferdefitness (Tagesform)?
  • Wenn diese Ursachen ausgeschlossen wurden, müssen schwierigere Fragen beantwortet werden:
    • Liegt es an mangelnder Klarheit und Entschlossenheit (Durchsetzungsbereitschaft + Durchsetzungsfähigkeit) beim Menschen?
    • Liegt es an mangelnder Kooperationsbereitschaft des Pferdes?
  • Bei offensichtlichem aktivem Widersatz oder passivem Widerstand kann wohldosierter Nach-Druck helfen, das Pferd zur Kooperation zu bringen.
  • Eine zielführende Frage in kritischen Situationen ist immer: „Was würde ein Leittier in einer vergleichbaren Situation in der Herde tun?“:
    • Würde es drohen? – Dann sollte auch der Mensch dem Pferd drohen.
    • Würde es beißen? – Dann sollte auch der Mensch das Pferd z.B. mit den Fingern zwicken.
    • Würde es stur auf der Aufgaben-Erledigung beharren? – Dann sollte auch der Mensch unnachgiebig gegenüber dem Pferd sein.

 

Pferdekommunikation-ICON-k  Tadel

 

Die Märchen vom einfachen Pferde verladen und die harte Realität gleich lesen